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Dzot8026. April 2020

Die altgriechische Religion spiegelte ihre Kosmogonie in etwas wider: Zuerst gab es Chaos, dann Nyukta (Nacht), Gaia (Erde), Uranus (Himmel), aus der Vereinigung von Erde und Himmel entstanden die Titanen - Kronos (Zeit), Ozean, Mnemosina (Erinnerung), Tethys (wieder Personifizierung des Meeres), Themis, Prometheus, Atlas (Bergatlas), Helios (Sonne). Die nächste Göttergeneration sind die Olympier, die älteren Götter sind Zeus, Poseidon usw., die jüngeren Götter sind: die Götter der Winde sind Boreus, Zephyr, Aeol, die Götter der Wasserelemente, Musen usw. Mit anderen Worten: Es gab eine hierarchische Pyramide, die die Weltordnung widerspiegelte.

Man nahm an, dass die Götter durch Verwandtschaft verbunden seien, alles käme aus dem Chaos und seinen Geschöpfen. Und die letzte Generation hat ihrerseits Nachkommen aus der Union mit den Menschen hervorgebracht. Sie waren Halbgötter, Helden - Achilles, Herkules, Perseus, Theseus, Orion, Bellerophont. Hier würden die Christen sicherlich eine Debatte über die Natur der Halbgötter führen, wie sie von Monophysiten, Ariern und Orthodoxen geführt wird, aber die Hellenen (und Vertreter anderer alter Religionen) betrachteten die Welt leichter. Sie waren nicht einmal bereit, ihr Epos zu kodifizieren, viele Mythen widersprechen einander.

Die Helden waren stark, mutig, aber sie waren nur übermenschlich und hatten keine göttlichen Züge. Zum Beispiel tauchte die Mutter von Achillah Thetide in das Wasser des Styx ein und hielt die Ferse, um ihn unverwundbar zu machen. Sie wurden nach dem Tod durch den Willen der Götter vergöttlicht. So wurde zum Beispiel der Orion in eine Konstellation verwandelt und Herkules einfach zum Olymp gebracht. Aber der Prozess des "Gottwerdens" bei den Griechen wurde nicht beschrieben.

J
JUEFS26. April 2020

Die berühmtesten mythologischen Helden, die Kinder von Göttern waren, zum Beispiel Herkules. Aber als Helden wurden auch ganz historische Persönlichkeiten, wie der Philosoph Pythagoras, verehrt. Das Konzept der Helden wanderte in der Folge mit einem Minimum an Veränderungen zum Christentum als Heilige über.

Eine fortgeschrittenere Stufe war es, ein Gott zu werden. Nur wenige Sterbliche sind dafür geboren worden. Gott wurde nach dem Tod des Herkules, der als Gleichberechtigter zu den Olympiern zugelassen wurde. Auch Dionysos erlangte göttlichen Status.

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Dzot8027. April 2020

Ähm... eigentlich (wenn ich das sagen darf) ist Dionysos einer der ältesten g-vs!

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RumDumDum26. April 2020

In der altgriechischen Kunst wurden die Götter durch eine gute und zeitgemäße Geschichtsschreibung "gemacht", durch eine "Erzählung".

Und nur "im antiken Griechenland" sind natürlich keine Götter geworden. Zum Vergleich: Die alten Griechen - erkannten bereitwillig den Gott jeder nuklearen Admiralsflotte unserer Zeit an. Zum Beispiel. Er wäre ihren stärksten Göttern zumindest ebenbürtig.

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