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Nazaretka17. Februar

Der richtige Käfig

Eine Checkliste für die Größe, die Aufstellung und die Ausstattung eines Papageienkäfigs sollte mindestens die folgenden Punkte beinhalten:

Größe: Die Vögel müssen zumindest die Möglichkeit haben im Käfig herumzuklettern, mit den Flügeln zu schlagen ohne an die Gitter zu stoßen und ein kleines Stückchen zu flattern. Auch sollte der Käfig so groß sein, dass sich jeder der Vögel ein bisschen zurückziehen kann.

Aufstellort: An einem hellen, nicht komplett dem direkten Sonnenlicht ausgesetzten Standort mit mindestens einer Käfigseite zur Wand, damit der Vogel sich sicher fühlen kann. Zugluft, Zigarettenrauch, schlechte Luft und ständige Beleuchtung bis spät in die Nacht sind für einen Papagei sehr ungesund und deshalb zu vermeiden.

Außerdem sollte der Käfig oder die Voliere nicht direkt an der Heizung oder in der Zugluft stehen. Das macht den Vogel krank. Stellen Sie Ihre Tiere nicht in eine kleine Kammer, denn Papageien wollen mitten ins Geschehen – gönnen Sie ihnen das.

Ausstattung: Der Käfig sollte mit unterschiedlich dicken Naturästen, ein paar Spielzeugen und genügend Futternäpfen (für Wasser, Obst, Trockenfutter) ausgestattet sein. Man sollte aber den Käfig nicht so voll stopfen, dass kein Platz mehr für den Vogel bleibt.

Auch sollte man die Anordnung der Äste so gestalten, dass die Futternäpfe, das Spielzeug und die Stangen nicht ständig mit Kot verunreinigt werden (das spart eine Menge Zeit beim Reinigen des Käfigs und die Füße der Vögel sowie das Futter bleiben sauber). Als Einstreu kann man zum Beispiel Vogelsand, Buchenspäne oder Papier (wenn die Vögel nicht auf den Boden gehen und das Papier annagen) nehmen.

Die richtige Ernährung

Viele der angebotenen Futtermischungen haben einen viel zu hohen Fettanteil – Sonnenblumenkerne zum Beispiel bis zu 80 Prozent. So ein Futter führt zu Gesundheitsschäden beim Vogel.

Gute Futtermischungen enthalten nur circa 15 Prozent Sonnenblumenkerne und kleine Kürbiskerne. Der Rest dieser Mischung ist Kleinsaat, die der Vogel braucht.

Ein Nachteil der Futtermischungen: Der Vogel kann sich das rauspicken, was ihm schmeckt. Da die Vogelbesitzer oft den ganzen Napf voll machen, bleibt der weniger schmackhafte Rest einfach liegen und wird nicht mehr angerührt.

Deswegen wurde auch ein gepresstes Futter entwickelt: Dort ist all das drin, was im Körnerfutter zu finden ist. Doch hieraus kann sich der Vogel nicht mehr nur die Leckerbissen heraussuchen.

Körnerfutter sollte immer nur einen kleinen Teil der Ernährung des Papageien ausmachen. In der Natur bekommt er nur ganz selten ausgereifte Körner, viel häufiger gehört zur Nahrung Obst und Gemüse.

Der Vorteil einer Ernährung ohne viele Körner liegt auf der Hand: Obst und Gemüse haben einen sehr viel geringeren Fettanteil. Das hat zur Folge, dass der Papagei mehr und häufiger fressen muss und so länger beschäftigt ist. Langeweile mit ihren schlimmen Folgen wie Federrupfen oder anderen psychischen Defekten kommt gar nicht erst auf.

Geeignet sind fast alle Sorten, zum Beispiel Bananen, Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Beerenobst oder Kirschen. Besonders geeignete Gemüsesorten sind Möhren, Erbsen, Paprika oder Gurken. Nicht gegeben werden sollten Kohlsorten oder Bohnen.

Gut sind auch einige Produkte aus der Natur: die Früchte des Vogelbeerbaums, Schafgarbe, Löwenzahn in allen Reifestadien und ganz besonders Vogelmiere.

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